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Fassadensanierung

Die zwei Hauptgebäude des Obergerichts am Hirschengraben 15 und des Schwurgerichts am
Hirschengraben 13 gruppieren sich um den ehemaligen, aber noch erhaltenen Kreuzgang der
Barfüsserkirche. Sie sind von Nebenbauten umklammert, die infolge der laufenden Bedürfnisse erweitert und integriert wurden.
Die Fassaden der kompakten, aber komplex angeordneten Gebäudeanlage wurden in 2 Etappen saniert. Dächer, Spenglerarbeiten und Oberlichter wurden instandgestellt und teilweise erneuert. Fassaden, Fenster und Fensterläden sowie Dachuntersichten wurden neu gestrichen. Farben und Anstrich wurden in Zusammenarbeit mit dem Büro für Denkmalpflege ausgewählt. Eine differenzierte Farbgebung
erreicht, dass die Bauvolumen und die zugehörigen Fassadenflächen klarer lesbar werden.
Hauptgebäude und Nebengebäude wurden unterschiedlich behandelt. Ziel war eine Farbgebung, die auf Geschichte und Nutzung eingeht.

Hirschegraben 15:
Das Gebäude des ehemaligen Obmannamtes, später Obergericht, wurde 1840 durch den
Architekten Ferdinand Stadler fertiggestellt. Als Losungswort für den Entwurf galt die
"republikanische Einfachheit" im Bauwesen. Die zeitgenössischen Abbildungen zeigen die
nüchterne, zweckmässige Behandlung von Grundriss und Fassaden.

Hirschengraben 13:
Das Gebäude wurde 1806/07 durch Hans Kaspar Escher als Casino an den Kreuzgang
angebaut. 1874 erfolgte der Umbau zum Ober- und Schwurgerichtsgebäude.
Die 1873 erfolgte Fassadengestaltung orientiert sich im wesentlichen am
Klassizismus von Semper und war bis anhin durch die summarische Einfärbung beeinträchtigt.


Farbgestaltungskonzept der Sanierung

Die Nebenbauten sind ganzflächig in diskreten Farbtönen (wie zum Teil bereits vorhanden)
gestrichen. Die Hauptgebäude heben sich von den Nebengebäuden ab. Sie sind in abgestuften
Grau- und Ockertönen gehalten. Die Felder sind heller, Sockel, Gurten und Pfeiler dunkler
eingefärbt. Die Fensterläden sind mittelgrau mit einem leichten Grünanteil.
Für die Hauptbauten Hirschgraben 15 und Hirchengraben 13 wurde eine
zurückhaltende Farbgestaltung in abgestuften Grautönen mit dunklem Sockel und hellen
Feldern gewählt. Als Modell dienen die Konzepte der Farbgestaltung in der 1. Hälfte des
19. Jahrhunderts.
Die vielfältigen Anbauten wurden in etwas dunkleren und bunteren Farbtönen gehalten, ein in
der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreiteter Usus. Der damalige Stadtbaumeister Herter
förderte während seiner Amtszeit eine farbige Altstadt, im zwinglianischen Zürich ein Novum.


2002 2003 Projektleitung: Andreas Meier